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    js - Die Feldbahn der Rheumaklinik, ein Stück Bramstedter Geschichte, soll wieder rattern. Das jedenfalls wollen mehrere Bürger der Rolandstadt um Mathias Gudelius erreichen, die am Montag, 15. März, um 20 Uhr im "Kaisersaal" den Verein "Wald- und Moorbahn Bad Bramstedt" gründen werden.

    Die Lorenbahn war 1930 angelegt worden. Sie verband bis zum Februar 1978 das Torfgewinnungsgebiet südlich des "Café Birkengrund" mit der Rheumaklinik. Während dieser Zeit wurde der Badetorf per Bahn zu den Badehäusern der Klinik transportiert. Dann übernahm eine Pipeline diese Aufgabe, die Feldbahnstrecke wurde abgebaut.

    Nur auf dem Gelände der Mooraufbereitung hatte die Feldbahnanlage Bestand - allerdings unter Ausschluß der Öffentlichkeit. Jetzt will sich der Verein "Wald- und Moorbahn Bad Bramstedt" gründen, um mit Unterstützung der Rheumaklinik die noch existierende Feldbahn zu bewahren und der Öffentlichkeit wieder zugänglich zu machen. "Mit vielen Ideen für einen musealen und touristischen Betrieb möchte der Verein die Anlage zu einer Attraktion für Bramstedter und Touristen machen", so Mathias Gudelius.

    Neben der Restaurierung der alten Strecke auf dem Gelände der Mooraufbereitung wird sich der Verein intensiv für die Bewahrung und Darstellung feldbahnspezifischer Arbeitsweisen im Bereich der Moorgewinnung einsetzen.

    Weiterhin möchte er das Interesse und Verständnis der Öffentlichkeit für die Geschichte der Feldbahn wecken und pflegen, wissenschaftliche Studien über ihre Geschichte fördern und wertvolle Zeugnisse der Feldbahnhistorie als Denkmal der Technik erhalten. Natürlich werden auch der ganz reale Betrieb einer Lorenbahnstrecke und alle damit zusammenhängenden Arbeiten im Mittelpunkt des Vereinsgeschehens stehen.

    Eine Wiederherstellung der alten Strecke zwischen Mooraufbereitungsgebiet und der Rheumaklinik hält Gudelius allerdings für unrealistisch. Grundstücksprobleme stünden dem entgegen. Das jedoch sollte die Bürger nicht von einer Mitarbeit im Verein "Wald- und Moorbahn Bad Bramstedt" abhalten.

     

    Erschienen im Hamburger Abendblatt